Testbericht Kawasaki Ninja 1100SX SE

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Darf ich vorstellen: Die Kawasaki Ninja 1100SX SE

Am 4 Juli durfte ich, Louis, mein erstes Testmotorrad von Kawasaki Schweiz abholen, vielen Dank erstmals an Kawasaki für das Vertrauen. Bei sonnigem Wetter fuhr ich mit meiner 701 nach Härkingen, wo ich das Motorrad abholen konnte. Das Glitzern der mit Glimmer versetzten hellgrünen Farbe begeisterte mich sofort. Wie ein Stern im Himmel über Akashi. Ich war zwar noch nie dort und weiss auch nicht, wie sehr die Sterne dort glitzern, aber Kawasaki wird dort produziert und die Japaner haben sicherlich den gleichen Himmel wie wir.

Auf der Fahrt nach Hause zog ich einen Schlenker über Langenthal und den Passwang, um mich etwas an das Motorrad zu gewöhnen. Der Reihenvierzylinder hat eine Laufruhe, die begeistert, das war bei den Motoren schon immer so und hat sich auch nicht verändert. Man kann gut im sechsten Gang 50kmh bei 1500 Umdrehungen fahren, ohne dass es einen vom Motorrad schüttelt. In Kombination mit dem Quickshifter lässt sich die Kawa seidenfein fahren. Der Quickshifter ist wirklich gut abgestimmt das macht richtig Freude, kein Ruckeln und kein Knacken.

Zuhause angekommen freute ich mich schon auf den nächsten Tag. Ich fuhr nach Lauterbrunnen, um einen alten Freund zu besuchen. Um etwas Strecke zu machen, fuhr ich einen Teil auf der Autobahn. Da konnte ich die manuell verstellbare Scheibe austesten, eine praktische Sache gegen den Wind. Mit dem Tourenlenker sitzt man zwar aufrechter als bei einer sportlichen Maschine, aber ich finde, man hat immer noch einiges an Gewicht auf den Armen. Das habe ich vor allem auf der Autobahn festgestellt, wenn man Kurven fährt und sich mehr bewegt auf dem Motorrad, fällt das wortwörtlich weniger ins Gewicht.

Auf den kurvigen Streckenteilen merkte ich, wie sportlich das Motorrad ist, man kommt gut durch die Kurven und hat genug Leistung für einen Sporttourer. Die vordere Bremse beisst ordentlich zu, im Gegensatz zur hinteren Bremse. Für meinen Geschmack dürfte die etwas knackiger sein und mehr bremsen.

Als ich am Montag das Motorrad zurückbrachte, hat es geregnet. Eigentlich Standard, wenn bei Motorcyclemylife ein Motorrad getestet wird. Dafür konnte ich den Regenmodus ausprobieren. Man hat dabei etwas reduzierte Leistung und die höchste Stufe an Traktionskontrolle. Das gibt einem auch bei nasser Fahrbahn ein sicheres Gefühl.

Es gibt die Kawasaki Ninja 1100SX und die Kawasaki Ninja 1100SX SE. Ich durfte die SE-Variante testen. Bei dieser Variante hat man vorne eine Brembo Bremse, einen Öhlins Heckstossdämpfer und eine Griffheizung dabei. Tempomat, vier Fahrmodi und die verstellbare Scheibe sind bei beiden Modellen Standard. Es gibt Erweiterungskits mit vielem tollen Zubehör.

Alles in allem finde ich das Motorrad eine sehr gute Kombination zwischen Sport und Reisen, ein toller Allrounder. Auf dem ich mir vorstellen könnte eine lange Strassentour oder Motorradferien zu machen. Mit den Seitenkoffern hat man auch schon ordentlich Platz, um etwas mitzunehmen. Ein Topcase gibt es auch von Kawasaki.

Technische Daten:

Bezeichnung Wert
Motor Reihenvierzylinder
Hubraum 1099 ccm
Leistung 136 Ps
Getriebe 6-Gang
Antrieb Kette
Gewicht 234 kg
Tankinhalt 19 l
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h




1 Kommentar

Ich finde die Kawa extrem verlockend. Ich hatte von 1998 bis 2004 eine GPZ 900R die ich sehr gern gefahren bin. Bis 6000 Umdrehungen harmlos wie ein Roller, darüber kam ein Punch der einen vom Sitz gezogen hat. Dazu das heisere Gebrüll aus den Endtöpfen... hach. Leider bin ich mit mittlerweile 63 bei 1,96m Grösse kein Kandidat mehr für dieNinja. Der Kniewinkel ist zu spitz und die linke Hüfte gibt auch schon Rückmeldung. Damit würde ich keine 100 Kilometer fahren. Jetzt wirds eine Honda NT 1100 mit DCT. Nach 10 Jahren auf einem Xciting 400i Roller möchte ich auch nicht mehr schalten. Und 112 NM bei 5500 Umdrehungen versprechen ausreichend Spass.