Louis war in Most

Über das erste Mai Wochenende war es endlich wieder so weit. Ich ging mit Freunden auf die Rennstrecke. Wir fuhren am Donnerstagmorgen los Richtung Tschechien. Nach ein wenig Stau in Deutschland erreichten wir unser erstes Ziel. Eine Tankstelle in Tschechien, um Sprit für die Motorräder zu holen, denn dieser darf nicht über die Grenze mitgenommen werden. Zudem sind die Benzinpreise in Tschechien einiges günstiger als in der Schweiz und Deutschland. Unser zweiter Stopp war ein grosses Einkaufszentrum, um etwas einzukaufen für die nächsten Tage. Nach circa acht Stunden Fahrzeit kamen wir schließlich in Most an. Wir trafen unsere Freunde aus anderen Teilen der Schweiz. Endlich wieder Rennstrecke!

Unsere Boxen waren schon offen und nach der Anmeldung im Speerbüro ging es ans Ausladen und Einrichten. Alle, die keine originale oder abgenommene Auspuffanlage montiert hatten, mussten zur Lärmmessung. Da bei meiner Aprilia RSV Mille die Originalanlage verbaut ist, hatte sich das für mich erledigt. Nach einem Feierabendbier ging es auch schon Richtung Bett. Dieses Mal habe ich in einem Feldbett in der Box geschlafen. Mit Ohrenstöpseln war das dank meines guten Schlafs fast wie im Hotel.

Am Freitag ging es endlich los. Bei meinem ersten Turn war ich gemütlich unterwegs, da ich die Strecke noch nicht kannte. Nach dem Mittagessen lief es schon besser, ich war eingefahren und konnte mehr Gas geben. In den Pausen diskutierten wir immer darüber, was man verbessern kann: einen Gang höher, weniger bremsen, mehr Gas geben usw. Dank der guten Tipps, wie „später bremsen und früher Gas geben”, gab es auch immer etwas zu schmunzeln.

Am Abend gingen wir in die Stadt Brüx, um etwas zu essen. Für mich gab es Knoblauchsuppe und Schweinshaxe.

Der Samstag begann eigentlich wie der Freitag. Der Schwiegervater von einem unserer Crew kochte für alle Spiegelei und Speck. Die Reifenwärmer wurden eingesteckt und die Motorräder getankt. Dann zogen wir unsere Motorradkleidung an und kontrollierten den Luftdruck. Ich konnte meine Rundenzeiten stetig verbessern und war somit ganz zufrieden. Am Abend fand noch der Speer Regio Cup statt, bei dem Köbi von unserer Gruppe mit seiner Suzuki GSXR 1000 mitfahren konnte. Wir genossen das Sprintrennen über acht Runden von einem Hügel neben der Tribüne aus mit Campingstuhl und Feierabendbier. Danach gab es einen von Speer organisierten Grillabend. Leider hatten wir alle mehr Hunger als es Essen gab und wir grillierten noch ein zweites Mal bei uns in der Box. Nach einem lustigen Abend gingen wir wieder zu Bett. Alle waren schon etwas wehmütig, weil der letzte Tag des Wochenendes anstand.

Am Sonntag stand für die Klassen 1000 ccm, 750 ccm und 600 ccm nochmals ein Rennen an. Von uns konnten sich drei qualifizieren, zwei fuhren in die Top Ten: Köbi in der 1000er-Klasse und Thomy in der 600er-Klasse. Da mein Motorrad für die 1000er Klasse zu untermotorisiert ist und meine Skills zu schlecht sind habe ich mich gar nicht angemeldet. Dafür konnte ich Fotos und Videos von meinen Freunden machen.

Nach dem Mittagessen fuhren wir noch eine Runde, dann ging es ans Aufräumen und Zusammenpacken. Die Heimreise lief super und wir waren früher in der Nach zuhause als gedacht. Schlaf gab es trotzdem zu wenig, dafür war ich sehr ausgeglichen und glücklich vom Wochenende.




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