Ich bin nicht der Raser. Wenn andere erzählen, wie schnell sie durch die eine oder andere Kurve gefahren sind, weiss ich, welche Farben die Blumen hatten, aber sicher nicht, wie schnell ich war. Ich geniesse es, auf dem Motorrad zu sitzen, die Landschaft zu geniessen und einfach eine gute Zeit zu haben. So freute ich mich, als die beiden Royal Enfields vor der Haustür standen: die Guerrilla 450 und die Himalayan 450. Die Guerrilla ist ein Roadster-Bike und die Himalayan eine Enduro.
Die beiden Motorräder sind sich ähnlicher, als man auf den ersten Blick denken würde. Der Rahmen und der 450er-Motor sind identisch. Wo sie sich aber unterscheiden, sind folgende Punkte:
| Guerrilla | Himalayan | |
|---|---|---|
| Optik | Roadster | Adventure |
| Vorderrad | 17 Zoll | 21 Zoll |
| Gabel | Teleskopgabel mit 140 mm Federweg | Upside-down-Gabel mit 200 mm Federweg |
| Windschutz | nicht vorhanden | kleines Windschild |
| ABS | nicht abschaltbar | hinten abschaltbar für Offroadfahrten |
| Sitzhöhe | 780 mm | 825 mm |
| Tank | 11 l | 17l |
| Reichweite(Verbrauch 3.4l) | 323 km | 500 km |
| Gewicht fahrfertig | 184 kg | 196 kg |
Die beiden waren für mich eine super Kombination. Mit der Guerrilla ging es in die Nachtschicht. Danach fuhr ich mit der Himalayan über Kieswege in den Feierabend.
Der 450er-Motor hat mich persönlich überrascht. Der Einzylindermotor läuft sehr rund, und man kann auch bei niedrigen Drehzahlen ohne Ruckeln fahren. Die 40 PS machten mir anfangs etwas Sorgen.
Mit der Guerrilla war ich in den Schweizer Alpen unterwegs. Furka, Grimsel und Susten waren auf dem Plan. Es war ein Genuss. Ich kam super aus den Kurven, hatte weder eine riesige Schlange hinter mir, noch wurde ich ständig überholt , eigentlich nie.
So verflogen auch die PS-Sorgen, und ich genoss die Fahrt. Motorradlärm ist doof, aber Motorräder, die man nicht hört, sind auch schade. Sowohl die Guerrilla als auch die Himalayan hört man bestens, und wenn man vom Gas geht, blubbert es , ein Genuss.
Was weniger ein Genuss war, war der Sitz. Nach 400 km fühlte er sich doch ziemlich ungemütlich an. Auch beim durchaus übersichtlichen Display gibt es einen Minuspunkt: Scheint die Sonne hinein, sieht man nicht mehr viel.
Im Gelände ist das Display natürlich zweitrangig. Ich bin überhaupt kein Profi, was das Fahren im Gelände angeht. Mit der Himalayan auf Kieswegen durch den Wald unterwegs zu sein, machte aber richtig Spass, auch mit wenig Erfahrung.
Zwei coole Bikes, die sich bestens ergänzen. Zur Himalayan wird es diesen Herbst noch mehr Geländebilder geben. Seid gespannt!
Ich danke den Team von KSR Swiss für die Unterstützung!
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