Gastbericht aus den Dolomiten

Die Reise mit dem Motorrad in die Dolomiten wird viel beredet und doch sind viele noch nicht in den Genuss gekommen. Allein die Anreise über die Alpen ist ein Highlight und der gesetzte Zeitplan kann leicht durcheinandergeraten. Somit hatten wir unseren ersten Zwischenhalt in Santa Maria direkt unter dem Umbrail. Am nächsten Tag gings auf die nasse Passstrasse Richtung Italien. Die Grenze liegt ein wenig unterhalb vom Stelivo (Stilfserjoch). Durch die Regenschauer in der Nacht war die Sicht durch einen dichten Nebel getrübt, somit war auch die Passhöhe nicht erkennbar. In der Hoffnung auf besseres Wetter hinter dem Pass fuhren wir weiter. Auf 2757m wurden wir aber eines Besseren belehrt. Auch im Hochsommer kann es in Italien noch schneien.



Dieses Wetter in Kombination mit dem Pass verursachte bei einigen Motorradfahren für Probleme. Auf dem Weg Richtung Gomagoi wurden wir immer wieder geschnitten, enge Kurven sind nicht jedermanns Disziplin. Einer von Ihnen und sein Sozius hatte grade Ihr Motorrad aufgestellt als wir vorbeikamen. Nach dem schlechten Wetter machten wir uns auf den Weg an den Gardasee. Das Fazit des Tages könnt Ihr euch denken: Stelvio 0°C vs. Gardasee 30°C.



Vom Gardasee gings dann weiter nach Cortina d’Ampezzo. Dieser Abschnitt hatte viele Pässe mein persönliches Highlight war der Rollepass bei St. Martin und dann weiter über die SP81. In Cortina angekommen gab es ein riesiges Gewitter, wir mussten uns bei einer Tankstelle in Sicherheit bringen. Nachdem die Strasse nicht mehr mit einem Bach verwechselt werden konnte, gings zum Trocknen ins Hotel. Mit Cortina hatten wir den östlichsten Punkt der Reise erreicht. Der nächste Punkt war nun Bormio damit wir den Stelvio noch von der guten Seite erleben konnten.



Unsere Reise führte uns nahe der Grenze zu Österreich nach Sterzing über den Jaufenpass nach Meran. In Meran gab es einen Zwischenstopp und anschliessend bei bestem Wetter zum Stelvio. Nun kann die Begeisterung für diesen Pass nachempfinden. Während der Fahrt zum Gipfel sieht man Ihn erst zum Schluss und es scheint eine nie Endende Strasse mit unzähligen Kurven zu sein. Oben angekommen würde man am liebsten gleich nochmal. Wir entschlossen uns trotzdem für die Weiterfahrt nach Bormio, da sich auch diese Passseite sehen lassen kann.



Von Bormio machten wir uns anschliessend langsam zurück in die Schweiz. Mit ein paar schlenkern, um noch bisher unbekannte Pässe zu sehen gings über den Bernina, Maloja und den Splügen nachhause. Das Fazit der Dolomiten ist nicht schwierig. Viele geile Pässe, gute Strassenverhältnisse und super Essen, einzig beim Wetter muss man auf alles gefasst sein.



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