Es ist soweit: Eines meiner grössten Highlights dieser Saison beginnt morgen, ich darf mit dem Team Bolliger ans 24 Stunden Rennen von Le Mans. Ich werde die Vorbereitungen und das Rennen für euch dokumentieren, sodass ihr nichts verpasst. Zuerst möchte ich euch aber erklären, worum es hier geht.
Ganz einfach gesagt: 24 Stunden lang fahren 60 Teams mit zwei bis vier Fahrern in unterschiedlichen Klassen um den Sieg auf der Rennstrecke von Le Mans.
Die Klassen unterteilen sich in EWC, Superstock, Production und Experimental. EWC ist die Topklasse, in der auch das Team Bolliger an den Start geht. An den Motorrädern darf einiges wie Elektronik, Fahrwerk, Bremsen und Aerodynamik optimiert werden. In der Superstockklasse darf deutlich weniger an den Motorrädern verändert werden. Erlaubt sind Anpassungen für den Renneinsatz wie Auspuff, Bremsen oder Updates, die die Haltbarkeit erhöhen. In der Production Klasse dürfen nur kleine Dinge wie Rennverkleidung oder Beleuchtung am Serienmotorrad verändert werden. Dies wiederum führt zu geringeren Kosten und einem erleichterten Einstieg in die Langstrecken WM, was das grundlegende Ziel dieser Klasse ist. Die Experimental Klasse spricht für sich: Hier wird zum Beispiel mit alternativem Antrieb, speziellen Fahrwerken oder anderen Innovationen gefahren.
Le Mans, was ist das? Das ist eine kleine Stadt im Westen von Frankreich, 208 km südwestlich von Paris. Die Rennstrecke wird auch als Circuit de la Sarthe bezeichnet. Die Strecke, auf der die Motorräder fahren, ist 4,1429 km lang, hat 11 Kurven und wurde 1965 eröffnet. Letztes Jahr lag die schnellste Rundenzeit bei 1:40,31. Bei einem 24 Stunden Rennen kann das bis zu 782 Runden pro Team ergeben. Was das Rennen, unter anderem, speziell macht ist der Start: Der Rennfahrer muss im Start-Ziel-Bereich dei Rennstrecke zu Fuss überqueren, bevor er sich auf das Motorrad setzt und davon fährt.
In einem solchen Rennen sind die Boxenstopps besonders wichtig. Hier geht es um Zeit, je schneller desto besser. Im letzten Jahr lag die durchschnittliche Boxenstoppzeit bei 11 Minuten und 18 Sekunden, wobei der schnellste bei 2 Minuten und 17 Sekunden lag und der längste 1 Stunde 52 Minuten und 31 Sekunden dauerte. Diese Zeit muss man dann im Rennbetrieb irgendwie wieder aufholen.
Zum Team Bolliger gibt es ein paar Interviews(hier ist der Link) auf diesem Blog, dort könnt ihr fast alles erfahren. Hier ein kurzer Abriss: Es ist das älteste noch aktive Langstreckenteam in der WM. Es wurde zuerst von Hämpu Bolliger gegründet und wird nun von seinem Sohn Kevin Bolliger geführt. Es ist ein privates Team aus der Schweiz und besteht aus freiwilligen Helfern. Und mit ihnen darf ich nun nach Le Mans. Wie sie in den letzten Jahren abgeschnitten haben und wer es aufs Podest geschafft hat, seht ihr in der folgenden Tabelle:
| Jahr | Team Bolliger(Total/ EWC) | 1.Platz | 2.Platz | 3.Platz |
|---|---|---|---|---|
| 2025 | 9/ 8 | Yart - Yamaha | Kawasaki Webike Trickstar | ERC Endourance - BMW |
| 2024 | 7/ 6 | YOSHIMURA SERT Motul - Suzuki | BMW MOTORRAD WORLD ENDOURANCE TEAM | Kawasaki Webike Trickstar |
| 2023 | 11/ 9 | F:C:C: TSR Honda France | Yart - Yamaha | BMW MOTORRAD WORLD ENDOURANCE TEAM |
| 2022 | 8/ 4 | YOSHIMURA SERT Motul - Suzuki | Yart - Yamaha | F:C:C: TSR Honda France |
| 2021 | disqualified | YOSHIMURA SERT Motul - Suzuki | Kawasaki Webike Trickstar | BMW MOTORRAD WORLD ENDOURANCE TEAM |
So, nun seid ihr informiert. Ich freue mich, euch auf dem Laufenden zu halten! Fals ihr nun doch noch Fragen habt, würde ich mich freuen wenn ihr sie in die Kommentare schreiben könntet!
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