News aus der Werktstatt - der Inkontinez auf den Grund gehen

Am 2. Januar war ich in diesem Jahr das erste Mal mit meiner FZR 1000 Genesis auf der Strasse. Es hatte so knappe 10°C und die Strassen waren frei von Wasser und Salz. Ich feierte den Moment sehr und freute mich darüber, die alte Dame auszufahren. Danach wurde das Wetter wieder schlechter, Fasnacht kam und danach der volle Aftercoronakalender. Die FZR musste sich in Geduld üben und wartete in der Garage.

Wenn man genau hinsieht merkt man es, die FZR ist nicht mehr die jüngste. Und so sammelte sich Öl unter dem Motorrad. Ich hab ja damit gerechnet das sowas noch kommt, es hat mich dann gleichwohl angekackt. Also musste die ganze Verschalung runter um die inkontinente Stelle zu finden. Es war die Dichtung des Zylinderkopfdeckels.

Eine kurze Mail an Mathys Motos, an den Yamaha-Händler meines Vertrauens, und die neue Dichtung waren bestellt. Zwei Tage später konnte ich die Teile in Füllinsdorf in der Werkstatt abholen. Ein herzliches Dankeschön an Mathys Motos an dieser Stelle!

Nun musste nur noch der Zylinderkopfdeckel demontiert werden, neue Dichtung drauf, Zylinderkopfdeckel wieder montieren und neues Öl nachfüllen. Nur... Damit der Zylinderkopfdeckel demontiert werden kann, muss der Kühler weg. Da gibt es zwei Schrauben, links und rechts oben, die fühlt man knapp aber sehen kannst du sie nicht. Der Tank und Luftfilterkasten muss nicht demontiert werden, das kann ich euch als Erfahrungswert mitgeben. Als ich den Zylinderkopfdeckel endlich entfernen konnte fand ich auch gleich eine, schon länger, vermisste Nuss.
Beim entfernen der alten Dichtung ist darauf zu achten dass sie komplett entfernt wird. Danach muss der Zylinderkopfdeckel gereinigt werden und die neue Dichtung kann mit dem Deckel auf den Zylinder montiert werden. Ist alles sauber demontiert, ist das eine zügige Sache. Die Dichtungen der Schrauben die für den Zylinderkopfdeckel verwendet werden, müssen jeweils auch ausgetausch werden. Geht aber mit einem Messer ganz gut.

Da ich den Kühler demontierte, musste ich das Kühlwasser ablassen. Ich habe das noch nie nachgefüllt und hatte kein Kühlwasser auf Lager. Das Ablassen hatte ich alleine geschaft, ging auch ganz gut, nur beim befüllen war ich mir etwas unsicher. Daher kam mein guter Freund Martin, er ist der Automechaniker meines Vertrauens, mir zu Hilfe.

Zusammen schrauben und blöde Sprüche reissen macht gleich noch mehr Spass. So montierten wir den Kühler und dann kam der Teil der mir noch etwas Bauchschmerzen verursachte, das befüllen des Kühlsystems. Mit folgenden Schritten ist es aber ganz einfach:

  1. Kühlwasser oben beim Kühlelement einfüllen, bis es voll ist.
  2. Kurze Kaffeepause.
  3. Motorrad starten und laufne lassen bis es warm ist.
  4. Grosses Bier öffnen und geniessen, ist das Motorrad danch abgekühlt, dann zu Punkt fünf, ansosnten Punkt 4 wiederholen.
  5. Das Expansionsgefäss, bis zum oberen Limit mit Kühlflüssigkeit auffüllen.

Nun waren noch nicht alle Flüssigkeiten erneuert, es fehlte noch der Ölwechsel. Dies verlief jedoch ganz einfach. Ölablasschraube entfernen, Ölfilter entferen, warten bis das Öl abgelaufen ist und dann denn neuen Ölfilter montieren und neues Öl nachfüllen.
Die Teile für den Ölwechsel hollte ich ebenfalls bei Mathys Motos. Als ich den Ölfilter montiert hatte, blieb noch eine Dichtung übrig und die Ölablassschraube. Leider passten die beiden überhaupt nicht zusammen, so schlecht wie Obama und Trump. Nach einieger Zeit im in unterschiedlichen Foren und auf Twitter war das Misterium gelösst. Wie schon öfter bei meiner FZR, wurde auch bei der Ölablasschraube etwas gebastelt und sie war nicht mehr originall. Somit erhielt die nicht originalle Ölablassschraube einen neuen Kupferring und ich versuchte sie mit möglichst viel Liebe wieder reinzuschrauben.

Und dann war die FZR schon wieder fahrbereit. Nach mehreren Testfahrten ist nun der Garagenboden nach wie vor sauber, zumindest da wo die Yamaha FZR 1000 steht.




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